Das erkrankte Schultergelenk

Häufige Diagnose: Omarthrose

Der Arzt spricht bei einer Arthrose des Schultergelenks auch von einer „Omarthrose“. Der klassische Verschleiß des Schultergelenks tritt im Vergleich zum Hüft- und Kniegelenk beim älteren Menschen seltener auf. Dabei führt die Zerstörung des Gelenkknorpels und die Deformierung der Gelenkflächen zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Schultergelenks. Ursachen für die Omathrose können beispielsweise eine genetische Veranlagung, die Folge eines Bruches des Oberarmkopfes, Rheumatismus, chronische Gelenkluxationen oder aber auch jahrelange berufliche oder sportliche Überbelastung sein.

Schultergelenk München

Verlauf der Omarthrose

Im Anfangsstadium kommt es meist erst zu oberflächlichen Einrissen der Knorpelschicht.

Schmerzen tauchen hierbei oftmals beim Liegen auf der Schulter und bei Belastung des Arms auf. Mit zunehmendem Knorpelschaden kommt es zu stärkeren Bewegungseinschränkungen der Schulter. Das Gelenk kann dann nur noch eingeschränkt abgespreizt und nach außen gedreht werden. Es kann zusätzlich zu hörbaren Reibegeräusche im Gelenk kommen. Im Verlauf kommt es häufig zu starken Ruhe- und Belastungsschmerzen, die eine regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln erfordern.

Im fortgeschrittenen Stadium ist der Gelenkknorpel bereits bis auf den Knochen abgeschliffen, so dass der Knochen ohne die schützende Knorpelschicht frei liegt. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen lässt sich die Diagnose bestätigen. Zur exakten Beurteilung des Knorpelschadens, insbesondere an der Gelenkpfanne, wird eine Kernspintomographie oder Computertomographie empfohlen. Diese Untersuchung ist erforderlich, wenn die Implantation eines künstlichen Gelenks vorgesehen ist. Vor der Operation wird so überprüft, ob neben dem Oberarmkopf auch die Gelenkpfanne ersetzt werden muss und wie die Beschaffenheit der Rotatorenmanschette ist.